Chronik | Freitag, 07 April 2017

Wie feiert die Ukraine Ostern - ein Gespräch mit Botschaftergattin Dr. Svitlana Melnyk


2017 ist ein ganz besonderes Oster-Jahr: wie nur selten (und das nächste Mal erst wieder im Jahr 2025) feiern Ost- und Westkirchen das höchste Fest der Christenheit zum selben Datum, am 16. April. Wie wird in der Ukraine gefeiert? Dazu sprach beim traditionellen Oster-Empfang in der Residenz des ukrainischen Botschafters in Berlin unser Vorstandsmitglied Gerald Praschl mit Botschafter-Gattin Dr. Svitlana Melnyk.


Frau Dr. Melnyk, was macht die Ostertradition in der Ukraine besonders aus?
Svitlana Melnyk: Für die meisten Ukrainer ist Ostern das größte christliche Fest des Jahres, ich würde sogar sagen, vielleicht noch wichtiger und prächtiger als Weihnachten. Mit Stolz blicken wir auf jahrhundertelange Traditionen zurück. Das besondere an den ukrainischen Osterbräuchen ist, dass die Familie im Zentrum steht. Am Vorabend des Großen Tages (so nennt man nämlich Ostern) kommen meine Landsleute oft aus den entferntesten Ecken der Erde in die Heimat zusammen, um die Auferstehung Christi mit ihren Eltern und Großeltern zu feiern. Das zentrale Element ist das Osterbrot, das Paska - so wie das Fest Pascha - heißt und liebevoll gebacken wird als Symbol des Wohlergehens. Man sagt, wenn das Paska gelingt, wird es der Familie gut gehen. In der Nacht zum Ostersonntag wird das Osterbrot in einen dekorierten Osterkorb ausgelegt und in die Kirche mitgenommen, um gesegnet zu werden. Der Korb enthält auch andere selbst gemachte Leckereie wie Pysanky (kunstvoll gefärbte Ostereier), eine kleine Menge Salz, künstlerisch gestaltete Butter mit Nelken geschmückt, Meerrettich und Kovbasa (einen Ring Wurst). Am Morgen wird in der Familie das Ende der Fastenzeit mit einem gemeinsamen gesegneten Frühstück und Verzehr des Osterkorbes gefeiert

Besonders bekannt sind die kunstvoll bemalten Ostereier...
Auf jeden Fall. Pysanka ist eine ukrainische Volkskunst, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Pysanky jedes Dorfes oder Region in der Ukraine sind sehr verschieden. Sogar innerhalb eines Dorfes gibt es Stile, durch die sich die Pysanky hinsichtlich der Kombination der Farben und der Ausführung der Motive unterscheiden. Keine handgemachte Pysanka gleicht der anderen. So können die Symbole ganz unterschiedliche Auslegungen in den verschiedenen Orten haben und auch verschiedene Bezeichnungen. Die Motive und der thematische Inhalt der Pysanky wurden aus dem täglichen Leben gezogen: Sie spiegeln die Beschäftigung sowie die sozialen und geistigen Traditionen der Leute wieder. Die Künstler haben viel kreativen Freiraum und nutzen individuelle Motive, dekorative Bänder und verschiedene Farben. Übrigens ist eine ähnliche Tradition des Bemalens von Ostereiern auch in Deutschland zu bewundern, zum Beispiel in der sorbischen Minderheit in Sachsen.

Wie groß ist die Rolle der Frauen bei der Vorbereitung der Osterfeier in der Ukraine?
Frauen spielen traditionell eine zentrale Rolle bei den Vorbereitungen – dazu gehören zum Beispiel das Kochen besonderer Gerichte, das Schmücken des Hauses und die Kunst der Pysanka. Die Frau ist nach wie vor das Herz der Familie und nimmt damit eine besondere Stellung bei den Familienfeierlichkeiten zu Ostern ein. Zu Ostern sieht man in der Ukraine viele Frauen einen Vinok tragen. Das ist ein Blumenkranz mit Schleifen und gilt als nationaler Kopfschmuck ukrainischer Frauen. Die Künstlerin Ola Rondiak stellt heute hier einige Bilder aus, die den Vinok als Thema haben. Der Kranz symbolisiert Weiblichkeit und Entschlossenheit, aber auch Hoffnung auf Liebe und Harmonie. All diese Eigenschaften brauchen wir in so schwierigen Zeiten wie heute. Das Osterfest ist ein wichtiger Anlass auch an die vielen Familien zu denken, die in der Ukraine wegen des Kriegs in Angst und Unsicherheit leben.

Sind diese Bräuche auch unter der ukrainischen Jugend populär?
Die Osterbräuche werden unter der ukrainischen Jugend tatsächlich immer populärer. Besonders im Zuge des Euromajdan hat sich in der jungen Bevölkerung das Bewusstsein für die eigene Nation, für Kultur und Traditionen noch einmal gefestigt. Mit der Revolution der Würde hat sich ein neuer Patriotismus entwickelt, der das Land zusammenrücken ließ. Die Souveränität zu stärken und die eigene Heimat zu schützen sind zentrale Anliegen. Gleichzeitig sehen sich viele junge Ukrainer als ein Teil einer gemeinsamen jungen europäischen Generation, die von europäischen Werten und Idealen geprägt ist. ...weiter

Chronik | Freitag, 17 Februar 2017

DUF-Vize-Vorstand Karl-Georg Wellmann: "Länder Osteuropas wollten in Nato als Schutz vor Russland"

Als "Besinnungsaufsatz" der Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft bezeichnete der Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann (CDU), Vorsitzender der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe und Stv. Vorsitzender des Deutsch-Ukrainischen Forums den aktuellen Antrag der Linkspartei, der eine  "neue Ostpolitik Deutschlands" fordert. Die Darstellung der Linkspartei über den Konflikt der EU mit Russland um die Ukraine-Krise verdrehte massiv die Fakten, so Wellmann. So sei zum Beispiel, anders als von der Linkspartei formuliert, nach dem Ende des Warschauer Pakts keineswegs der Wunsch "in ganz Europa" groß gewesen, auch die Nato aufzulösen. Sondern, im Gegenteil, hätten viele Länder Zentral- und Osteuropas in die Nato gedrängt, zum Schutz vor Russland. Wellmann warf in seiner Rede Russland vor, mit seinem Einmarsch in der Ukraine das Prinzip der Unverletzlichkeit von Grenzen in Europa, wie sie auch das Helsinki-Abkommen einst festlegte, verletzt worden sei.  Seine Rede hier online:  http://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7073685#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk=&mod=mediathek

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Chronik | Montag, 06 Februar 2017

DUF-Vorstandstreff mit der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags und der deutschen Beratergruppe Ukraine

IMG 3707Bei einem Treffen im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags tauschte sich der Vorstands des Deutsch-Ukrainischen Forums mit den Mitgliedern der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestag unter Vorsitz des stellvertretenden Vorsitzenden des DUF, MdB Karl Georg Wellmann, und Dr. Ricardo Giucci von der Deutschen Beratergruppe Ukraine bei der ukrainischen Regierung über die aktuelle Situation in der Ukraine aus. Themen war u.a. die Flüchtlingssituation innerhalb des Landes. Der DUF-Vorsitzende Prof. Dr. Rainer Lindner schilderte die Situation vieler Flüchtlinge als sehr besorgniserregend, ebenso wie die zunehmenden Spannungen in der Gesellschaft insgesamt. Eine Schlüsselrolle bei der zukünftigen Entwicklung spiele die wirtschaftliche Entwicklung. Nur eine Verbesserung der Wirtschaftslage könne eine Stabilisierung der Gesellschaft befördern und weitere Verwerfungen verhindern.


Dr. Ricardo Giucci (Berlin Economics, www.berlin-economics.com) von der Deutschen Beratergruppe Ukraine bei der ukrainischen Regierung stellte auf Einladung des DUF  seine Einschätzung der Lage dar. Nach einem großen Rückgang der Wirtschaftsleistung gebe es mit einem kleinen Zuwachs 2016 endlich wieder eine positive Entwicklung, die Anlass zu Hoffnung gäbe. Positiv sei auch die Zunahme der Investionen in die ukrainische Wirtschaft - die zuversichtlich stimmten, dass die Aufwärtsentwicklung in den nächsten Jahren anhalte. Eine  Zunahme gäbe es vor allem in der Bauwirtschaft und in der Industrieproduktion.
Besonders einschneidend seien die Reformen in der Wechselkurspolitik gewesen. Die Flexibilisierung des Wechselkurses - verbunden mit einer natürlich höchst unpopulären Abwertung der Landeswährung Griwen - habe zu einem massiven Rückgang des Außenhandelsdefizites geführt und die Außenhandelsbilanz der Ukraine stabilisiert. Die Importe sind nun nicht mehr viel höher als die Exporte, die Währungsreserven steigen. Das sei sehr positiv, wie die Politik der Nationalbank insgesamt. Die Inflationsrate habe sich mit rund 10 Prozent auf vergleichsweise niedrigem Niveau einpendelt, gestützt von einer, ebenfalls schmerzhaften, Hochzinspolitik.
Dr. Guicci schätzt das als eine sehr gute Reformpolitik ein. Im Außenhandel ist trotz der Zuwächse in der Bauwirtschaft und der Industrie 2016 der Umfang der Importe zurückgegangen, was vor allem mit dem niedrigeren Gaspreis zu tun hat und der Tatsache, dass die Ukraine kein Gas mehr von Monopolist Gazprom, sondern vom Westen aus bezieht. Der Umfang der Exporte ging seit 2014 nicht nur wegen dem erschwerten Zugang zum russischen Markt zurück, sondern auch wegen der rückläufigen Preise bei zwei wichtigen Exportgütern der Ukraine, Stahl und Getreide. Die Exporte in die EU steigen aber wieder, vor allem auch nach Deutschland, hier ist eine starke Umschichtung der Wirtschaft Richtung EU zu beobachten. Die EU ist inzwischen der wichtigste Handelspartner der Ukraine, gefolgt von den Staaten Ost-Asiens, erst an dritter Stelle folgen nun die GUS-Staaten mit dem einst wichtigsten Handelspartner, Russland.
Eine große Herausforderung sei die Situation des Bankensektors in der Ukraine, insbesondere der größten Bank des Landes, der Privatbank. Als "systemische Bank" sei sie unverzichtbar, eine Auffanglösung könne deshalb nur eine Verstaatlichung sein.  Die Reformen gingen aber allgemein zu langsam voran, Dr. Giucci forderte in diesem Zusammenhang, das Tempo müsse hier deutlich erhöht werden.
Mehr Infos über die Deutsche Beratergruppe Ukraine hier: https://www.beratergruppe-ukraine.de

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Chronik | Dienstag, 17 Januar 2017

Lesenswert: DUF-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Martin Schulze Wessel in der Süddeutschen Zeitung

Lesenswert – Der Münchner Historiker Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Sprecher der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission und Vorstandsmitglied unseres Deutsch-Ukrainischen Forums in der Süddeutschen Zeitung:
"Seit Russland die Krim annektiert hat, im Donbas Krieg gegen die Ukraine führt und auch im Westen eine kaum verhüllte Einflusspolitik betreibt, stellt sich die Frage nach den Herrschaftsformen des Imperiums nicht nur nostalgisch."

"Es bleibt für Russland schwierig, die Eigenstaatlichkeit und territoriale Integrität der Ukraine zu akzeptieren. Doch ist dies kein postkoloniales Erbe, sondern ein Problem der nationalen Selbstfindung Russlands."

http://www.sueddeutsche.de/kultur/geschichte-der-imperien-sonder-wegelagerer-1.3335119

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Chronik | Donnerstag, 01 September 2016

Newsletter September 2016

Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Deutsch-Ukrainischen Forums,

die Ukraine beging gerade ihren 25. Unabhängigkeitstag - der Nationalfeiertag am 24. August erinnert bekanntlich an die Unabhängigkeitserklärung von 1991 - und an den schwierigen, aber hoffnungsfrohen Aufbruch von damals, einem Aufbruch, der viele Parallelen zur heutigen Zeit zeigt.

Einen Überblick über die weiterhin angespannte militärische Lage in der Ost-Ukraine, aber auch einige erfreuliche wirtschaftliche Nachrichten finden Sie im wie immer empfehlenswerten Wochenbericht des unabhängigen Kiewer "Ukrainian Crisis Media Center": http://uacrisis.org/de/46551-weekly-media-overview-7

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Chronik | Sonntag, 17 Juli 2016

Jetzt bewerben: Frauen und Außenpolitik - ein Workshop in Kiew und Berlin

"Außerhalb des Protokolls"  -  Frauen und Internationale Politk in Deutschland und der Ukraine - unter diesem Titel laden der Berliner Thinktank Polis180 und das Kiewer Institut ICPS (International Center for Political Studies im Oktober und November 2016 junge Menschen aus beiden Ländern zu einem Workshop in Kiew und Berlin ein. 

Unter der Schirmherrschaft von Hanna Hopko, der Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im ukrainischen Parlament geht es dabei u.a. um "Gender-aware foreign policy". Die Veranstaltung wird unterstützt von der Robert- Bosch-Stiftung, der Stiftung EVZ und dem Deutsch-Ukrainischen Forum e.V. 

Bewerbungen zur Teilnahme sind noch bis zum 20. Juli 2016  möglich.
Sind sie zwischen 20 und 29, sowohl an Gender- als auch an außenpolitischen Themen interessiert? 
Hier alle Infos zu den Workshops und dem Bewerbungsverfahren:
http://polis180.org/women-politics/#1456580572627-b800db55-ecd5

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Chronik | Dienstag, 05 Juli 2016

Deutsch-Ukrainischer Bildungsdialog: „Ein gemeinsames Europa wird von jungen Menschen gebaut.“

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"Deutsch-Ukrainischer Dialog – Perspektiven für Bildung und Wissenschaft“ – die gemeinsame Veranstaltung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine fand am 12. Juli, in Berlin statt.

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Chronik | Sonntag, 03 Juli 2016

Как обстоят дела с реформами в Украине, господин Абромавичус?


23 июня по приглашению Немецко-Украинского Форума посетил Берлин Айварас Абромавичус, в феврале 2016 ушедший в отставку министр экономики Украины. Он выступил в рамках подиумной дискуссии о реформах в Украине вместе с Анной Гопко, главой комитета по иностранным делам в Раде, и Андреасом Пешке, немецким дипломатом и экспертом по Восточной Европе. Член Немецко-Украинского Форума и журналист Геральд Прашль, взял интервью у Айвараса Абромавичуса. Ниже текст интервью:


Ваша отставка с поста министра экономики в феврале этого года была расценена как плохой знак.

Айварас Абромавичус Прежде всего хочу сказать, что за последних два года после Майдана в Украине произошло очень много изменений. По оценкам експертов, мы смогли сделать больше, чем все правительства за последних 25 лет независимости Украины. Но очевидно меньше чем я сам ожидал и что ждал от власти народ Украины. Из позитивного -нам удалось стабилизировать макроэкономическую систему и заложить фундамент для роста уже в этом году. Ожидаем 1% рост ВВП и падание инфляции с 46% в 2015, до 15% в 2016. Очистили банковскую сферу, что тоже не делалось раньше. Одна треть всех банков страны была закрыта, первый шаг для восстановления доверия банкам. Украина стала за короткое время независимой от российского импорта газа. Сегодня уже прошло 200 дней, с тех пор как Украина последний раз покупала газ у России. Украина не пугается и «непопулярных» реформ, как например были увеличены сильно дотационные цены на газ для населения в 450 процентов. Уже сейчас в Украине действуют рыночные цены как в Германии. Для всех нуждающихся предложили прозрачные и справедливые субсидии. 7 миллионов домохозяйств получили зимой субсидии и для них счет за отопление не увеличился.

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Chronik | Sonntag, 03 Juli 2016

Was taugen die Reformen in der Ukraine, Herr Abromavicius?

Auf Einladung des Deutsch-Ukrainischen Forums kam der im Februar 2016 zurückgetretene ukrainische Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius, 40, am 23. Juni 2016 nach Berlin - diskutierte dort bei einer Veranstaltung des DUF in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde mit der ukrainischen Parlamentsabgeordneten Hanna Hopko und dem deutschen Diplomaten und Osteuropaexperten Botschafter Andreas Peschke über die Reformen in der Ukraine. Im Rahmen des Besuchs führte DUF-Mitglied und Journalist Gerald Praschl, Politikchef der Zeitschrift Superillu, ein Interview mit Abromavicius. Hier der lesenswerte Volltext:

Herr Abromavicius, als Sie im Februar als Wirtschaftsminister der Ukraine zurücktraten, wurde das als schlechtes Zeichen gewertet...

Nun, zunächst einmal hat die Ukraine in den zwei Jahren seit dem Majdan sehr viel erreicht. Wir haben mehr erreicht, als alle Regierungen in den 25 Jahren zuvor. Aber offensichtlich weniger als ich das selbst erwartete und als das ukrainische Volk von der Regierung verlangte. Zunächst zum Positiven: Es ist uns gelungen, das makroökonomische System zu stabilisieren und die Grundlagen geschaffen, dass es schon in diesem Jahr Wachstum geben wird, etwa im Bankensektor. Wir erwarten 1% Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt und ein Sinken der Inflation von 46% im Jahr 2015 auf 15 im Jahr 2016. Wir haben den Bankensektor so „aufgeräumt“ wie es nie zuvor gemacht wurde. Ein Drittel aller Banken wurden geschlossen, ein erster Schritt, um wieder Vertrauen in die Banken herzustellen.
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Chronik | Montag, 27 Juni 2016

DUF-Podium: Was bringen die Reformen in der Ukraine?

Kommt der Reform-Prozess in der Ukraine voran? Und wie ist der jüngste Regierungswechsel zu bewerten? Was bringt das neue Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine?

Fragen, die im Mittelpunkt einer vom Deutsch-Ukrainischen Forum in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde organisierten Podiumsdiskussion standen, die am 23. Juni 2016 im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin stattfand. DUF-Vorstandsmitglied Dietmar Stüdemann, von 2000 bis 2006 deutscher Botschafter in der Ukraine, konnte dazu zahlreiche Gäste u.a. aus der Diplomatie, Wirtschaft und gesellschaftlichen Organisationen begrüßen. Die Diskussion fand in englischer Sprache statt. 

HIER DIE STATEMENTS DER PODIUMSDISKUSSION ALS AUDIO-DATEI

Mit Aivaras Abromavicius, dem im Februar zurückgetretenen Wirtschaftsminister der Ukraine und Hanna Hopko, der Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des ukrainischen Parlaments waren gleich zwei hochrangige Vertreter der ukrainischen Politik auf dem Podium. Der Rücktritt von Abromavicius im Februar 2016 hatte international viel Aufsehen erregt - galt der Investmentbanker und Technokrat doch als Garant schneller und konsquenter Reformen in Wirtschaft und Gesellschaft, nach dem Vorbild der Entwicklung in den baltischen Ländern und Polen nach 1990. 
Die Moderatorin des Abends, DGO-Geschäftsführerin Dr. Gabriele Freitag stieg denn auch gleich mit Fragen nach den Hintergründen seines Rücktritts ein. Abromavicius führte aus, dass ihn insbesondere die Widerstände im ukrainischen Parlament dazu veranlasst hätte. Insgesamt zeichnete er von den Reformen seit der Maidan-Revolte und den Neuwahlen 2014 ein eher positives Bild. Die Ukraine habe, so führte er aus, in diesen zwei Jahren mehr positives erreicht als in den 25 Jahren seit der Unabhängigkeit des Landes. So sei es gelungen, den Bankensektor zu stabilisieren, rund ein Drittel aller Banken mit zum Teil fragwürdigen Geschäftsmodellen sei dazu geschlossen worden. Auch sei die Ukraine binnen kurzem unabhängig von russischen Gasimporten geworden. Schmerzhaft, aber unabdingbar sei es gewesen, die Gaspreise für private Verbraucher um 450 Prozent zu erhöhen - und demnächst auf "Marktpreise". Auch einen konsquenten Personalwechsel führte er als Erfolge an, alleine in seinem Ministerium seien 700 Mitarbeiter entlassen und 250 andere neu eingestellt worden, Transparenz und Leistungsprinzip seien dabei bei Entscheidungen ausschlaggebend gewesen. 
 
Trotz der Querelen um seinen Rücktritt zeichnete Abromavicius ein positives Bild von den ersten Schritten der seit April 2016 amtierenden neuen ukrainischen Regierung unter Premier Volodymyr Grojsman. Ihre ersten Schritte erschienen ihm "vielversprechend", sie setzte die Reformarbeit fort. Ein großer Schritt sei auch die weitere Deregulierung der Märkte, die unter anderem Importe aus der EU, den USA, Australien und Japan erleichtere. Probleme, die Wettbewerbsfähigkeit ukrainischer Unternehmen zu steigern, sehe er aber weiter insbesondere im schwächelnden Bankensektor des Landes. Weil dieser kaum Kredite für Investitionen zur Verfügung stelle, kämen Investitionsvorhaben nur schleppend voran. Trotz der andauernden Auseinandersetzungen mit den von Russland unterstützten Separatisten im Osten des Landes sei, so Abromavicius, weiterhin der Kampf gegen Korruption und für mehr Rechtssicherheit die wichtigste Herausforderung des Landes.
Erfolge im Kampf gegen die Korruption und dem Aufbau einer modernen Verwaltung bescheinigte der Osteuropa-Experte des deutschen Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke der Ukraine. 
Die ukrainische Außenpolitikerin Hanna Hopko mahnte die EU und die deutsche Regierung, ihr Versprechen nach Visaerleichterungen für ukrainische Bürger endlich in die Tat umzusetzen.
 


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Chronik | Donnerstag, 16 Juni 2016

Buchtipp: "Ukraine kocht" - kochen und helfen

Mit seinem Buch "Ukraine kocht" hat sich der in Bayern lebende ukrainische Koch Denis Kolesnikov eine ganz besondere Hilfsaktion für die Ukraine einfallen lassen. "Nach einigen erfolgreichen Aktionen unserer Initiative sos-ukraine.de suchte ich nach weiteren Möglichkeiten, um finanzielle Mittel für die Kriegsopfer sowie für die bedürftigen Menschen in der Ukraine zu  sammeln. Da ich Koch bin und die vielfältige Küche meiner Heimat liebe, entstand die Idee, ein Kochbuch zu schreiben, in dem ich vielfältige kulinarische Spezialitäten aus der Ukraine vorstelle. Ein Teil des Gewinns wird an die Initiative gespendet", schreibt Kolesnikov in seinem Vorwort.
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Chronik | Dienstag, 14 Juni 2016

DUF-Podiumsdiskussion am 23. Juni 2016: "Ukraine: Economic Reforms and Foreign Affairs".

Liebe Mitglieder und Freunde des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V.,

gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. laden wir Sie herzlich ein zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Ukraine: Economic Reforms and Foreign Affairs".

23. Juni 2016, 19.00 Uhr
Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Räume III+IV
Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardtstr. 55, 10117 Berlin



Two years after the installation of a new government and the signing of the Association Agreement with the European Union, Ukraine still finds itself in a state of crisis. The war in Eastern Ukraine, fuelled by Russian support, is a serious impediment to stabilisation and due to its dire economic state, the country is still threatened by default. In the beginning of this year, the Minister of Economic De-velopment and Trade, Aivaras Abromavicius, stepped back, criticising that reform efforts, especially in the field of anti-corruption were resisted by influential members of the Verkhovna Rada.

Under the heading “Economic Reforms and Foreign Affairs” Aivaras Abromavicius will give an as-sessment of the situation and perspectives of the Ukrainian economy, the current state of reforms and Ukraine’s international interlockings. The ensuing panel discussion will shed light on the internal and external factors that challenge and support Ukraine’s future developments.

Welcome
RAINER LINDNER | Chairman, German-Ukrainian Forum, Berlin
GABRIELE FREITAG | Executive Director, German Association for East European Studies, Berlin

Discussion
AIVARAS ABROMAVICIUS | Former Minister of Economic Development and Trade of Ukraine, Kyiv
HANNA HOPKO | MP, Chairwoman of the Committee on Foreign Relations, Verkhovna Rada, Kyiv
ANDREAS PESCHKE | Director for Eastern Europe, Caucasus and Central Asia, Foreign Office, Berlin

Chair
RAINER LINDNER | Chairman, German-Ukrainian Forum, Berlin


Die Podiumsdiskussion findet in englischer Sprache ohne Verdolmetschung statt. Wir laden Sie nach der Diskussion zu einem kleinen Stehempfang ein.

Wir bitten Sie bis zum 21. Juni um
Ihre Anmeldung bei Tatjana Reshchynska: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Chronik | Donnerstag, 26 Mai 2016

Newsletter des Deutsch-Ukrainischen Forums Mai 2016

Liebe Mitglieder und Freunde des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V.,

der Mai 2016 brachte gute und schlechte Nachrichten aus der Ukraine. Fangen wir mit den guten an: Im Zeichen des neuen Assoziierungsabkommens zwischen der EU und der Ukraine hat sich der Handel zwischen Deutschland und der Ukraine sehr positiv entwickelt. Der Gesamtumsatz wuchs im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19,2 Prozent. Besonders profitierten davon deutsche Exporte in die Ukraine mit 29,8 Prozent plus, der ukrainische Export nach Deutschland stieg um 3,2 Prozent. Eine lesenswerte Grafik dazu, basierend auf Angaben des Statistischen Bundesamts, veröffentlicht der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft. http://www.ost-ausschuss.de/Osthandel_Jan_Mrz_2016

Überschattet werden die Zukunftsaussichten natürlich u.a. weiterhin von den Auseinandersetzungen in der Ost-Ukraine. Der u.a. auch mit Hilfe deutscher Vermittlung zustandegekommene Austausch von Gefangenen, u.a. Nadija Sawtschenko, könnte ein positives Signal sein. Gleichzeitig gab es auch im Mai wieder viele bewaffnete Auseinandersetzungen, der seit Anfang Mai u.a. bisher 17 ukrainische Soldaten zum Opfer fielen. Besorgt zeigte sich das Vorstandsmitglied des Deutsch-Ukrainischen Forums, Dr. Gernot Erler, von Berichten unabhängiger Organisationen über systematische Folterungen von Gefangenen im Separatistengebiet, hier ein Bericht des Deutschlandfunks dazu: http://www.deutschlandfunk.de/folter-in-ostukraine-erschreckend-wie-gross-der-hass.694.de.html?dram%3Aarticle_id=354376

Wie ist die Entwicklung zu bewerten? Wie geht es mit den Reformen weiter? Was sind realistische Wirtschaftsprognosen? Das Deutsch-Ukrainische Forum hat für den 23. Juni 2016 dazu zwei hochkarätige Gesprächspartner aus der Ukraine nach Berlin eingeladen - den bis Januar 2016 amtierenden Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius und die Vorsitzende des außenpolitischen Auschusses des ukrainischen Parlaments (Verchowna Rada), Hanna Hopko. Genauer Ort und Uhrzeit der Veranstaltung, zu der wie Sie schon jetzt herzlich einladen, gehen Ihnen in den nächsten Tag mit separater Mail zu. 

Auch auf einen anderen Termin, ein Sportereignis, möchten wir hier Sie gerne noch hinweisen: Am 12. Juni treffen die Nationalmannschaften von Deutschland und der Ukraine bei ihrem jeweils ersten Spiel der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich aufeinander. Wir freuen uns auf einen interessanten Fußball-Abend im Zeichen der Deutsch-Ukrainischen Freundschaft.

Neu: Das Deutsch-Ukrainische Forum e.V. ist künftig auch auf Facebook und Twitter präsent, wir freuen uns, wenn Sie uns auch dort folgen.  

FACEBOOK: https://www.facebook.com/Deutsch-Ukrainisches-Forum-eV-158554254547853/

TWITTER: https://twitter.com/DUF_Forum

Kontakt: Deutsch-Ukrainisches Forum e.V, Tatjana Reshchynska, http://www.d-u-forum.de/kontakt

 

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Chronik | Sonntag, 15 Mai 2016

Ausschreibung der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission

Ausschreibung der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission
(http://www.gs-oses.de/reader/items/cfa_Forschungsstipendien_DUHK2016.html)

Forschungsstipendien der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission
´Die Deutsch-Ukrainische Historikerkommission (DUHK) hat im Februar
2015 ihre Arbeit aufgenommen. Sie steht für die institutionelle
Verbindung zwischen deutscher und ukrainischer Geschichtswissenschaft
und fördert die Verbreitung des Wissens um die deutsche und
ukrainische Geschichte.

Die DUHK vergibt ein Forschungsstipendium für einen maximal
einmonatigen Forschungsaufenthalt in der Ukraine für Doktorandinnen
und Doktoranden aus Mitteln des DAAD sowie zwei Forschungsstipendien
für den Aufenthalt von bis zu drei Monaten für Promovierende und/oder
Post-Docs aus Mitteln der Robert Bosch Stiftung.
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Chronik | Mittwoch, 04 Mai 2016

Delegation aus Volodymyr-Volynsky besucht Zwickau

Zwickau Eine sechsköpfige Delegation aus der ukrainischen Partnerstadt Volodymyr-Volynsky besucht in der kommenden Woche Zwickau. Auf dem Programm der Gäste, zu denen der stellvertretende Bürgermeister Yaroslaw Matwiytchuk sowie Stadtrat Sergiy Koba gehören, stehen unter anderem Gespräche zur Finanzpolitik der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt sowie zu aktuellen und abgeschlossenen Investitionsvorhaben.

Die ukrainische Gruppe wird am Montagabend, dem 9. Mai erwartet. Bereits am Dienstagvormittag steht im Rathaus ein Termin bei Finanzbürgermeister Meyer zu den Themen „Finanzpolitik“ und „Budgetmanagement“ an. Am Nachmittag ist dann der Besuch der Stadtratssitzung geplant.

Der Mittwoch steht, ebenfalls auf Wunsch der Ukrainer, ganz im Zeichen von Investitionsprojekten. Vormittags werden im Rahmen einer Stadtrundfahrt verschiedene Gebäude und Plätze in Augenschein genommen, zu denen in jedem Fall das Kornhaus mit der Stadtbibliothek sowie die Stadionbaustelle in Eckersbach gehören werden. Vertieft werden diese Eindrücke im Gespräch mit Baubürgermeisterin Kathrin Köhler und Vertretern des Baudezernates, das am Nachmittag stattfindet. Abends treffen sich die Gäste  nochmals mit Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und Alt-OB Rainer Eichhorn. Zu dieser Zusammenkunft sind außerdem Vertreter der Stadtratsfraktionen eingeladen.

Am Donnerstag, dem 12. Mai reisen die Gäste schließlich nach Berlin, wo ein Besuch des Bundestages und des Abgeordneten Marco Wanderwitz geplant sind. Während ihres Aufenthaltes in Zwickau wird die Delegation von Karl-Ernst Müller, Vorsitzender des Vereins Partnerschaft zur Ukraine e. V., und Sven Dietrich von der Stabsstelle Stadtentwicklung begleitet. ...weiter
Chronik | Mittwoch, 27 April 2016

Tschernobylhelfer von DUF-Mitglied IBB Dortmund bei Papst Franziskus

Papst Franziskus hat in seiner Generalaudienz in Rom am Mittwoch, 20. April 2016, einen besonderen Gruß an Liquidatoren aus der Ukraine und Belarus und Vertreter der europäischen Tschernobyl-Solidaritätsbewegung gerichtet: „Wir erneuern unsere Gebete für die Opfer dieses Unglücks und drücken den Helfern unsere Anerkennung aus und allen Initiativen, die versucht haben, die Leiden und die Schäden zu lindern." Anlass für die Pilgerreise im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ ist der 30. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe am 26. April 2016. Papst Franziskus begrüßte die Delegation – angeführt vom römischkatholischen Erzbischof von Lwiw (Ukraine), Mieczyslaw Mokrzycki, und vom römischkatholischen Erzbischof von Minsk und Mogiljow (Belarus), Tadeusz Kondrusiewicz, in seiner Ansprache auf dem Petersplatz: „Ich stehe Euch bei.“ Zur Papstaudienz sind mehr als 20 Liquidatoren gereist, die sich in ihrer Heimat als Leiter von Tschernobyl-Verbänden sowie als einfache Aktivisten für die sozialen und medizinischen Belange der an den Strahlenfolgen leidenden Tschernobyl-Betroffenen einsetzen.

Papstaudienz Tschernobyl

Begleitet werden sie von Vertretern der ukrainischen und belarussischen Kirche, der europäischen Tschernobyl-Solidaritätsbewegung aus Deutschland und Italien und vom IBB Dortmund, das die Aktivitäten koordiniert. Die Delegation vertritt damit mehrere Hunderttausend Tschernobyl-Betroffene und die Tschernobyl-Solidaritäts-Bewegung, die Anfang der 1990er entstanden ist. Die Pilgerreise haben die Kirchen in der Ukraine und Belarus in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) und der Geschichtswerkstatt Tschernobyl Charkiw initiiert.

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Chronik | Dienstag, 29 Dezember 2015

Die 3. Deutsch-Ukrainische Städtepartnerschaftskonferenz "Zivilgesellschaft gestaltet kommunale Teilhabe und europäische Zusammenarbeit"

15. bis 17. Dezember 2015 im Roten Rathaus in Berlin
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Chronik | Montag, 14 Dezember 2015

Tätigkeitsbericht Deutsch-Ukrainisches Forum e.V. 2015

Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Prof. Dr. Rainer Lindner über die Aktivitäten des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V. im Jahr 2015


6.-7. März 2015: internationale Konferenz "Wege zum Frieden" in Košice / Slowakei. Eine Initiative des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V. und des Deutsch-Russischen Forums e.V. unter der Schirmherrschaft von Robert Fico, Ministerpräsident der Slowakei • Teilnehmer u.a.: Dr. Pavol Paska (Stellvertretender Vorsitzender der Partei Smer SD), Matthias Platzeck (Vorsitzender des Vorstandes, Deutsch-Russisches Forum e.V.) , Prof. Dr. Rainer Lindner (Vorsitzender des Vorstandes, Deutsch-Ukrainisches Forum e.V.), Richard Raši (Oberbürgermeister der Stadt Košice), Peter Weiss (Politik-Analyst), Franz Thönnes, MdB (Stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses) -

26. März 2015: Empfang anlässlich der Ratifizierung der Assoziierungsabkommen der Europäischen Union mit Moldau, der Ukraine und Georgien, Haus der Landesvertretung Sachsen-Anhalt • Teilnehmer u.a.: S.E. Dr. Andrii Melnyk (Botschafter der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland), S.E. Aureliu Ciocoi (Botschafter der Republik Moldau in der Bundesrepublik), S.E. Lado Chanturia (Botschafter von Georgien in der Bundesrepublik), Prof. Dr. Rainer Lindner (Vorsitzender des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V.).

 Mai 2015: Gründung des Ukrainisch-Deutschen Wohltätigkeitsfonds in Kiew, Prof. Dr. Lindner, EhrenCo-Vorsitzender des Fonds

Juni 2015: Pressekonferenz in Kiew „Vorstellung des Deutsch-Ukrainischen Forums“ - Ende Juli: Umzug der Geschäftsstelle von der Schillerstr. 59 (Charlottenburg) in die Gertraudenstr. 20 (Mitte)

2014-2015: Begleitung des Friedensdienstes in Odessa im Waisenhaus "The Way Back Home" in der Ukraine, Patenschaft für Emma Kohl (19-jährige Schülerin aus Deutschland) im Rahmen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

August 2015: Spende für ein herzkrankes Kind in der ukrainischen Stadt Wolodymyr-Wolynsk/Wolynien (Partnerschaft zwischen Wolodymyr-Wolynsk und Zwickau)

September 2015: Unterstützung des neu geöffneten Hilfszentrums für Binnenflüchtlinge in Kramatorsk, „Land der freien Menschen“ NGO

02. Dezember 2015: Podiumsdiskussion " Flüchtlinge und Vertriebene in der Ukraine: Was hat sich seit der Waffenruhe geändert?“, das Deutsch-Ukrainische Forum e.V. in Kooperation mit der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit“, Berlin • Teilnehmer u.a.: Prof. Dr. Rainer Lindner (Vorsitzender des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V.), Nataliya Yakovlyeva (Mitbegründerin und Projektmanagerin, Wohltätigkeitsorganisation Wohltä- tigkeitsfonds "Charkiw mit dir!"), Nadiia Khomenko (Leiterin „Land der freien Menschen“), Oleh Mirus (Gesandter-Botschaftsrat der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland), Andreas Peschke, Botschafter (Beauftragter für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Auswärtiges Amt), Dr. Paweł Kowal (stv. Außenminister der Republik Polen a.D.)

15.-17. Dezember 2015: 3. Deutsch-Ukrainische Städtepartnerschaft in Berlin, Rotes Rathaus • Teilnehmer u.a.: Dr. Volker Pellet (Leiter der Abteilung Protokoll und Auslandsangelegenheiten), Dr. Helmut Domke (Vorsitzender der Stiftung West-Östliche Begegnungen), S.E. Dr. Andrij Melnyk (Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland), Andreas Peschke, Botschafter (Beauftragter für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Auswärtiges Amt), Prof. Dr. Rainer Lindner (Vorsitzender des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V.).

Hier der Tätigkeitsbericht als PDF: pdfTätigkeitsbericht 2015 Deutsch-Ukrainisches Forum e.V.
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Chronik | Donnerstag, 10 Dezember 2015

Presseerklärung 3. Deutsch-Ukrainischen Städtepartnerschaftskonferenz „Zivilgesellschaft gestaltet kommunale Teilhabe und europäische Zusammenarbeit“

15. bis 17. Dezember 2015 im Roten Rathaus in Berlin
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Chronik | Mittwoch, 09 Dezember 2015

Podiumsdiskussion: Flüchtlinge und Vertriebene in der Ukraine: Was hat sich seit der Waffenruhe geändert?

PROF. DR. RAINER LINDNER (Vorsitzender des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V.),  CHRISTIANE BRANDAU (Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit), NATALIYA YAKOVLYEVA (Mitbegründerin und Projektmanagerin, Wohltätigkeitsorganisation Wohltätigkeitsfonds "Charkiw mit dir!", Charkiw), NADIIA KHOMENKO (Leiterin „Land der freien Menschen“, Kyiw), OLEH MIRUS (Gesandter-Botschaftsrat der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland), ANDREAS PESCHKE, BOTSCHAFTER (Beauftragter für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Auswärtiges Amt) und DR. PAWEŁ KOWAL (stv. Außenminister der Republik Polen a.D., Warschau) diskutierten am 02. Dezember 2015 die aktuelle Lage der ukrainischen Flüchtlinge und Vertriebenen in und außerhalb der Ukraine.
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